Einrichtung und Zusammensetzung der Schulkonferenz

  1. An jeder Schule ist eine Schulkonferenz einzurichten.
    Die Schulkonferenz ist das oberste interne Beratungs- und Beschlussgremium der Schule.
    Sie dient der Zusammenarbeit von Schülern, Eltern, Erziehern und Lehrern.
    Die Schulkonferenz setzt sich für die jeweilige Schule wie folgt zusammen:
    • Grundschule:
      • Schulleiter und Hortleiter (Vorsitz, ohne Stimmrecht),
      • zwei Lehrer,
      • zwei Erzieher,
      • vier Elternvertreter (einer von ihnen ist Vorsitzender der Elternvertreterversammlung).
        Entscheidungen sind hier mit einfacher Mehrheit zu treffen.
    • Mittelschule / Gymnasium:
      • Schulleiter (Vorsitz, ohne Stimmrecht),
      • vier Lehrer (davon ist einer der Beratungslehrer),
      • vier Schüler (zwei Mittelschüler, zwei Gymnasiasten, jeweils ab Klassenstufe 7, einer von ihnen ist der Schülersprecher der Schule)
      • vier Elternvertreter (je zwei Elternvertreter der Mittelschule und des Gymnasiums, einer von ihnen ist der Vorsitzende der Elternvertreterversammlung )
        Entscheidungen sind hier mit 2/3-Mehrheit zu treffen.
  2. Schul- und Hortleiter führen als nicht stimmberechtigtes Mitglied den Vorsitz der Schulkonferenz. Sie verfügen über ein Vetorecht.
    Im Falle einer Verhinderung übernehmen deren Stellvertreter die Leitung der Schulkonferenz.
    In diesem Fall hat auch der Stellvertreter Vetorecht.
  3. Die Vertreter des Lehrerkollegiums werden von der Lehrerkonferenz, die Vertreter des Hortes von der Hortkonferenz, die Vertreter der Elternschaft von der Elternvertreterversammlung und die Vertreter der Schüler vom Schülerrat für die Dauer eines Schuljahres gewählt.
    Lehrerkonferenz, Hortkonferenz, Elternvertreterversammlung und Schülerrat wählen eine der Zahl ihrer Vertreter gleiche Anzahl von Stellvertretern in festzulegender Reihenfolge.
  4. Stellvertretende Schul- sowie Hortleiter - sofern sie nicht jeweils schon gewähltes Mitglied sind -können mit beratender Stimme an den Sitzungen der Schulkonferenz teilnehmen.
    Sie haben das Recht, Anträge zu stellen.
  5. Sollten Konfliktsituationen die Arbeitsfähigkeit der Schulkonferenz gefährden, kann der Träger als Schlichter angerufen werden.
    Im Falle eines Konfliktes zwischen Träger und Schulkonferenz sollte ein externer Mediator bestellt werden.
  6. Die erste Sitzung der Schulkonferenz soll spätestens in der achten Unterrichtswoche nach Beginn des Schuljahres stattfinden.
    Die Schulkonferenz tritt mindestens zweimal im laufenden Schuljahr zusammen.
  7. Die Schulkonferenz kann Vertreter außerunterrichtlicher Angebote und Personen aus dem schulischen Umfeld als beratende Mitglieder hinzuziehen.
    Sie kann Gäste (z. B. Sachverständige) zu bestimmten Tagesordnungspunkten einladen.
    Ansonsten tagt die Schulkonferenz nicht öffentlich.
  8. Vertreter des Schulträgers können mit beratender Stimme an den Sitzungen der Schulkonferenz teilnehmen.
    Der Schulträger ist zu allen Sitzungen der Schulkonferenz fristgemäß einzuladen. Er hat das Recht, Anträge zu stellen.