2.8 Leistungsbewertung

Leistungsermittlung und Leistungsbewertung liegen in der pädagogischen Verantwortung des Lehrers. Richtlinien zur Bewertung und Zensierung werden in Anlehnung an die Vorgaben des Sächsischen Staatsinstitutes für Bildung und Schulentwicklung (Comenius-Institut) in den jeweiligen Fachkonferenzen abgestimmt und beschlossen und für die Schüler transparent erläutert.

Leistungsermittlung und Leistungsbewertung sind im schulischen Prozess kontinuierliche, alltäglich anzuwendende Maßnahmen, die der Analyse des Lernstandes, der Kontrolle des Lernerfolgs und der weiteren Gestaltung der Lernprozesse dienen. Sie bewerten den individuellen Grad der erbrachtenLeistung für unterschiedliche mündliche, schriftliche und praktische Leistungen im Unterrichtsprozess und stabilisieren und motivieren den Leistungswillen des Kindes.

Die Beteiligung der Schüler an der Entwicklung von Bewertungskriterien ist Bestandteil der Reflexion des eigenen Lernprozesses. Die Anforderungen des Sächsischen Lehrplans bezüglich des Umfangs sowie der selbsttätigen und richtigen Anwendung der erworbenen Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten bilden bei der Leistungsbewertung die sachliche Bezugsnorm.

In Klassenstufe 1 und 2 erfolgt die Leistungsbewertung durch verbale Beurteilung und durch prozentuale Berechnung.

Ab Klassenstufe 3 werden Zensuren erteilt, um allen Schülern in Klasse 4 eine an weiterführenden Schulen anerkannte Bildungsempfehlung ausstellen zu können.

Zensuren richten sich grundsätzlich an der sachlichen Bezugsnorm aus.

Folgende Festlegungen wurden für unsere Schule beschlossen:

Es gibt drei Anforderungsbereiche, die in jeder Kontrolle in verschiedener Gewichtung vorhanden sind:

  • Anforderungsbereich "Wiedergeben" (AB I)
    In diesem Anforderungsbereich geben die Schülerinnen und Schüler bekannte Informationen wieder und wenden grundlegende Verfahren und Routinen an.
  • Anforderungsbereich "Zusammenhänge herstellen" (AB II)
    In diesem Anforderungsbereich bearbeiten die Schülerinnen und Schüler vertraute Sachverhalte, indem sie erworbenes Wissen und bekannte Methoden anwenden und miteinander verknüpfen.
  • Anforderungsbereich "Reflektieren und beurteilen" (AB III)
    In diesem Anforderungsbereich bearbeiten die Schülerinnen und Schüler für sie neue Problemstellungen, die eigenständige Beurteilungen und eigene Lösungsansätze erfordern.

Als Prozentschlüssel für alle Fächer gilt:

100 - 95% = 1
94 - 80% = 2
79- 65% = 3
64 - 45% = 4
44 - 25% = 5

Diese Formen der Leistungsermittlung werden bei uns angewendet:

Komplexe Leistungen dienen dem Nachweis, dass die Schüler ein Projekt selbstständig erarbeiten, durchführen, dokumentieren und präsentieren können, und bestehen in der Regel aus praktischen, mündlichen und schriftlichen Aufgabenteilen. Klassenarbeiten geben Aufschluss über Unterrichtserfolg und Kenntnisstand einer Klasse sowie einzelner Schüler. Sie werden in der Regel nach Abschluss einer Unterrichtseinheit angesetzt . Sie werden angekündigt.

Kontrollen beziehen sich auf begrenzte Stoffbereiche im Zusammenhang mit dem jeweils vorausgegangenen Unterricht. Sie werden nicht wie Klassenarbeiten gewichtet und sind jederzeit möglich.

Die Beobachtung der Kinder durch LehrerInnen und ErzieherInnen und die Dokumentation sind Bestandteile unserer pädagogischen Arbeit und Grundlage für den Dialog mit den Kindern und den Gesprächen mit den Eltern. Über zwei Zeiträume im Laufe eines Schuljahres wird ein Formular zum Arbeits- und Sozialverhalten ausgefüllt.

Erwähnung im Zeugnis finden zudem Leistungen, die außerhalb des Unterrichts erbracht werden (Mitarbeit in Kinderkonferenz, AG-Teilnahme...).