Methoden und Inhalte

Das Lernen nimmt den zentralen Platz der Schule ein. Lehr- und Lernmethoden müssen die Freude und die Motivation der Kinder am Lernen fördern. Sie sollen von dem augenblicklichen Wissen und Können und den Erfahrungen des Kindes ausgehen und so selbsttätiges Lernen ermöglichen.

Grundlage hinsichtlich der Lernziele und -inhalte bildet der sächsische Lehrplan für Mittelschulen/Gymnasien. Die Fächer und deren zeitliche Anteile entsprechen denen der Stundentafel für die Mittelschule / das Gymnasium in Sachsen. Das Fach Ethik wird nicht unterrichtet.

Folgende Methoden werden zur Erweiterung und Ergänzung des lehrerzentrierten Fachunterrichtes eingesetzt:

Der Morgenkreis, der in der Regel einmal wöchentlich stattfindet, umfasst Sinnesübungen, Partnerübungen, Übungen zur Stille, Meditation, Diskussion ethischer Fragen, Möglichkeiten der Selbstdarstellung, Diskussion außerunterrichtlicher Themen u.v.a.m. Sammlung und Konzentration schaffen eine für Erziehung und Unterricht sowie für den Umgang miteinander förderliche Atmosphäre. Der Morgenkreis schafft Raum für personale Begegnung und die Zeit für das Wachsen von Beziehungen.

Ein Teil der Unterrichtszeit steht den Schülern zur Freiarbeit zur Verfügung. Die Freiarbeit stellt die Individualität und Personalität des einzelnen Schülers in die Mitte des pädagogischen Bemühens und führt ihn zu eigenverantwortlichem Arbeiten und Handeln. Die Schüler können mit der Arbeitsweise in der Freiarbeit Lebensgestaltung in Freiheit und Verantwortung einüben. Stille ist dabei eine grundlegende Voraussetzung. In der Freiarbeitszeit sind dem Schüler die Wahl des Arbeitsthemas, die Arbeits- und Zeiteinteilung, die Wahl der Partner und des Arbeitsplatzes frei gestellt. Die Lernumgebung ist durch geeignetes Selbstbildungsmaterial aus allen Unterrichtsbereichen vorbereitet. Angestrebt ist, die Freiarbeitszeit überwiegend mit zwei Fachlehrern aus unterschiedlichen Fachbereichen zu besetzen, die die Schüler an die Materialien heranführen, sie bei der Erfüllung ihrer Aufgaben begleiten und beraten und die Arbeitsergebnisse auf das Lernziel orientiert kontrollieren. Individuelle Lernpläne (Tages- oder Wochenpläne) unterstützen diese Arbeitsform. Die Freiarbeit dient einerseits der Übung und Festigung von Lerninhalten anhand von Lernmaterialien und Arbeitsblättern mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Andererseits sollen die Schüler zunehmend Themenfelder selbstständig erschließen und strukturieren. In der Freiarbeitszeit wird insbesondere auch die individuelle am Leistungsstand orientierte Förderung umgesetzt. Die laut Stundentafel vorgesehene Zeit für den Förderunterricht fließt in die Freiarbeit ein.

Lehrinhalte verschiedener Fächer, die thematisch eine Einheit bilden werden unter Berücksichtigung der fachspezifischen Didaktik vernetzt unterrichtet. Je nach Thema können dabei unterschiedliche Fächer in die Vernetzung einbezogen sein. Der vernetzte Unterricht dient dem Erlangen von fächerübergreifendem Wissen und dem ganzheitlichen und vernetzenden Denken in komplexen Zusammenhängen.

Der Unterricht der einzelnen Fächer wird überwiegend im Block von 90 Minuten gehalten. Der Blockunterricht schafft Kindern und Pädagogen Zeit und Raum für Projekt- und Werkstattlernen.

Epochenunterricht:

Die Fächer TC, Biologie, Geschichte, Geografie und ab der 6. Klasse Physik werden in den Klassenstufen 5 und 6 in Epochen unterrichtet. Das bedeutet, dass über mehrere Wochen hinweg ein Fach ohne Unterbrechung schwerpunktmäßig unterrichtet wird. Dadurch ist es möglich, Themenschwerpunkte komplex zu behandeln und auch leichter mit weiteren Fächern zu vernetzen.